Förderverein

Einladung zum Gründungstreffen

Der Stamm Schrozberg lädt alle Freunde und Freundinnen, Gemeindemitglieder, Interessierte, Eltern und Ehemaligen zum Gründungstreffen des Fördervereins am 11. Mai 2019 um 18:00 Uhr im Gemeindesaal der katholischen Kirche ein.

Skizze des Vorhabens

Der Vorstand des Pfadfinderstammes Santiago Schrozberg hat im Winter 2018/2019 eine Planungsgruppe ins Leben gerufen, die sich mit der Gründung eines Rechtsträgervereins zur Förderung der pfadfinderischen Jugendarbeit in Schrozberg befasst. Dieser soll zukünftig den örtlichen Pfadfinderstamm in rechtlicher, finanzieller und ideeller Hinsicht unterstützen. Als eingetragener Verein wird er aus den beiden Organen Vorstand und Mitgliederversammlung bestehen. Die Planungsgruppe macht sich mit den juristischen Grundlagen und Bedingungen vertraut, entwirft einen Vorschlag für eine Vereinssatzung und bereitet das für den 11. Mai 2019 geplante Gründungstreffen vor. Sie ist außerdem dafür zuständig, das Vorhaben im Stamm, im Kirchengemeinderat und der Kirchengemeinde St. Peter und Paul sowie in der Bevölkerung publik zu machen und zu erläutern, um Interessenten und Interessentinnen für das Vorhaben und die zu vergebenden Posten zu gewinnen. Die Gründung eines solchen Vereins empfiehlt sich vor allem aufgrund der rechtlichen Gegebenheiten in der Pfadfinderarbeit. Diese und weitere Argumente für die Vereinsgründung werden auf dieser Seite erläutert.

Rechtliche Grundlagen der Stammesarbeit

Unser Stamm gehört der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) an, dem Zusammenschluss aller katholischen Pfadfinderstämme Deutschlands. Er ist wie jeder andere Stamm der DPSG ein nicht rechtsfähiger Verein, der selbstständig und eigenverantwortlich nach der Ordnung und Satzung der DPSG handelt. Die Gesamtverantwortung aber leider auch die (finanzielle) Haftung liegen damit beim Vorstand des Stammes.

Eingetragener Verein als Rechtsträger

Die Gründung eines eingetragenen Vereins als Rechtsträger verfolgt vor allem das Ziel, die Leiterrunde von der Last rechtlichen, finanziellen Haftung zu befreien. Der eingetragene Verein ist im Gegensatz unseres Stammes selbst rechtsfähig . Das finanzielle Risiko liegt also nicht mehr bei den Stammesvorständen. Ein Rechtsträger entbindet damit die aktiven Leiter des unverändert weiterbestehenden Stammes von dieser Bürde der persönlichen, finanziellen Haftung und macht damit nicht zuletzt die betreffenden Posten attraktiver für junge Menschen, die sich vorstellen können, als Leiter, Leiterinnen, Vorstand oder Vorständin Verantwortung zu übernehmen und die Jugendarbeit in Schrozberg aktiv zu gestalten.

Finanzielle Grundlagen der Stammesarbeit

In Schrozberg wird kein Ortsbeitrag für die Mitgliedschaft im Pfadfinderstamm erhoben. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder bezahlen lediglich den Bundesbeitrag von maximal 39,50 Euro pro Jahr, welcher über unsere Kassiererin an die DPSG weitergeleitet wird. Dieser Bundesbeitrag deckt unter anderem verschiedene Grundversicherungen, weitere Mitgliedsbeiträge – beispielsweise Abgaben an die übergeordnete Weltorganisation der Pfadfinder und den Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – sowie Kosten für Einrichtungen der DPSG-Bundesebene oder bundesweite Ausbildungsangebote ab.
An den Stamm vor Ort fließt pro Mitglied nur ein kleiner Bruchteil des Bundesbeitrags direkt zurück. Für Lager und Wochenendaktionen sammeln wir Teilnehmerbeiträge ein, um die nötigen Unterkünfte und Transporte sowie die Verpflegung finanzieren zu können. Die Mittel für die Einrichtung des Truppraums, die Anschaffung und Instandhaltung von Zelten, Küchenausstattung, Spielgeräten, Kreativmaterial und anderen Dingen, die für die Durchführung unserer Truppstunden und Aktionen notwendig sind, stammen vorwiegend aus dem Verkauf von Speisen und Getränken auf dem Schrozberger Weihnachtsmarkt und bei ähnlichen Veranstaltungen, Zuschüssen durch unsere Kirchengemeinde sowie aus einigen wenigen Zuschussquellen wie dem Landesjugendplan oder der Kasse des BDKJ.

Eingetragener Verein als finanzieller Träger

Der eingetragene Verein fungiert zukünftig als Eigentümer der Einnahmen, die wir am Weihnachtsmarkt und ähnlichem generieren, und verwaltet diese im Sinne des Stammes und seiner Arbeit. Dabei ist er an die eigene Satzung gebunden. Als rechtsfähiger und zukünftig gemeinnütziger Verein könnte er später auch Spendenbescheinigungen ausstellen. Daher könnte er es beispielsweise für ehemalige Aktive zu einer attraktiven Option machen, von der Mitgliedschaft im Pfadfinderstamm zu einer Mitgliedschaft im Förderverein zu wechseln. Derzeit hat der Stamm Santiago Schrozberg fast 25 passive Mitglieder, welche weiterhin ihren Bundesbeitrag bezahlen. Ist ihr eigentlicher Wunsch, die örtliche Pfadfinderarbeit in Schrozberg zu unterstützen, so sind ihre Mittel im neu gegründeten eingetragenen Verein besser aufgehoben als in nicht genutzten Versicherungen oder Beiträgen an andere Verbände und Organisationen, denen die DPSG angehört.

Eingetragener Verein als Heimat für Freunde des Stammes

Nicht zuletzt soll der neu gegründete Verein auch auf sozialer Ebene eine Heimat für ehemalige Aktive des Pfadfinderstammes sein. Die Gründe für das Ausscheiden aus der regelmäßigen Teilnahme oder Mitarbeit können vielfältig sein. Meist sind es berufliche, wohnliche oder familiäre Veränderungen oder auch gesundheitliche oder altersbedingte Erwägungen, die ein aktives Engagement in den Kinder- und Jugendgruppen nicht möglich machen. Dabei bleiben diese Mitglieder dem Stamm oft verbunden und erachten seine Arbeit weiterhin als förderungswürdig. Auch in der Elternschaft sowie im weiteren Umkreis des Stammes Schrozberg, etwa der katholischen Kirchengemeinde, gibt es womöglich Menschen, die die Jugendarbeit unseres Stammes schätzen und unterstützen möchten, ohne sich unmittelbar an Truppstunden, Wochenendaktionen oder Zeltlagern beteiligen zu wollen. Der Förderverein kann vorhandene Energien und Ideen bündeln und beispielsweise punktuell Projekte stemmen, deren Erlös dem Stamm zugutekommt. Es sind auch Treffen und gemeinsame Unternehmungen der Familien, der Mitarbeiter und der Freunde des Stammes möglich, welche die Kommunikation, das Gefühl der Zugehörigkeit und die Stammesidentität stärken. Liegt die Organisation solcher Angebote in Zukunft beim Förderverein, werden die Leiterrunde und Stammesvorstände deutlich entlastet und können sich voll und ganz auf ihr Kerngeschäft, die Jugendarbeit, konzentrieren.